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Vegalogische
Gedanken
In
diesem Essay finden Sie die Geschichte der Vegalogie bis jetzt. Die
Vegalogie will keine Wissenschaft sein, sondern Menschen den weg
weisen zu einer besseren Art zu leben, durch das anbieten einer
anderen Art zu denken. Ein Ausdruck aus de römisch-katholischen
Tradition besagt; “Feste muß mann feiern wie sie fallen.”
Die Vegalogie erweitert diesen Ausdruck auf diese Weise; “… und
wenn ein Tag kein Feiertag ist, kann man immer noch ein Fest draus
machen.”
Im
Prinzip ist die Vegalogie eine Art zu denken. Diese Art zu denken
entsteht aus einer bestimmten Lebenshaltung. Diese Lebenshaltung
entsteht aus eine Anzahl Schlußfolgerungen, gemacht von Quintus
N. Sachs, de Ausdenker des Wortes “Vegalogie”. Dieser Name an
sich sagt schon aus wie die Vegalogie sein möchte; seriös,
aber mit Humor, pragmatisch und gezielt auf das Gute. Der name
“Vegalogie” gleicht anderen ‘Wissenschaften’, doch hat einen
Rechtschreibfehler. Aus dem klassischen griechisch geformt wäre
die korrekte Form; “Vegologie”. Doch… das Wort “Vegalogie”
mundet besser, deshalb. Klang, in der breitesten Bedeutung des
Wortes, ist nämlich sehr wichtig in der vegalogischen Tradition.
Auch die Person des Quintus N. Sachs
passt innerhalb der Vegalogie. Ein Mann, seriös, doch auch mit
Humor, der viel gelesen hat über allerhand Themen, der viel
studiert hat in allerhande Fachbereiche, der über dies alles
nachgedacht hat, und versucht hat alles was er wußte zusammen
zu fügen zu einer einfachen und praktisch ausführbaren
Philosophie über das Leben, über wie das Leben sein kann,
und wie die Menschheit dort kommen kann. Von Anfang an hat er die
Vegalogie gemasert mit Humor. So sehr sogar, daß er mehrere
Male zu Interessierten sagte; “…und wenn Sie nach der
Bestudierung der Vegalogie der Meinung sind, daß dies Unsinn
ist, dan haben Sie auf jeden Fall Spaß gehabt und ein Paar Mal
herzlich lachen können! In dem Fall hat es Ihr Leben doch noch
etwas Positives gebracht.”
Der
Ursprung der Vegalogie
Das erste mal daß das Wort
‘Vegalogie’ auftaucht ist während einer Mahlzeit im Hause
Sachs. Eins der Pflegekinder Sachses ist überzeugte Vegetarierin
– weil Tierliebhaberin – und verweigert also seit ihrem zwölften
alle Fleisch und Fleischprodukte. Diese Tochter gibt während des
Mahles zur Kenntnis, später ein Hundepension anfangen zu wollen
und Hundetrainerin werden zu wollen. Sie möchte auch einige
Katzen, denn die sind so gesellig im Haus. In eine Art sokratisches
Gespräch läßt Sachs sie in die Falle laufen. Er
formuliert seine Fragen so, daß die tochter ihre Meinung gibt
über das Töten von Tieren um sie dann zu essen. Das
geht ungefähr so:
Sachs: Warum
ißt du eigentlich kein Fleisch; aus welche Prinzipien bist du
eine so überzeugte Vegetarierin geworden?
Tochter: Na ja,
ich finde es traurig, daß Menschen Tiere töten, nu um sie
zu essen. Man kann doch auch gesund essen, ohne daß man Fleisch
ißt. Also es brauchen gar keine Tiere getötet zu werden um
verfuttert zu werden.
Sachs: Du
möchtest doch später ein Hundepension anfangen?
Tochter: Ja.
Sachs: Und
die Tiere; was fütterst du die denn?
Tochter: Na
ja, Hundefutter.
Sachs: Und…
das ist vegetarisches Futter? Reis, Kartoffel en Gemüse?
Tochter: Türlich
nicht! Die Tiere müssen doch Fleisch essen?!
Sachs: Aber das
ist doch grausam? Du hast gerade gesagt, es
sei grausam, daß die Mensen Tiere töten, so daß sie
als Nahrung dienen können. Und nun willst die Tiere töten
lassen um sie an den Hunden zu futtern?
Tochter: Meine
Hunde müssen doch auch essen?
Sachs: Warum
machst du sie denn nicht zu Vegetariern?
Tochter: Weil
das nicht geht!
Sachs: Hast du
das schon versucht? Du ißt doch auch einen Fleischersatz?
Vielleicht gibt es das schon für Hunde und Katzen. Und sonst
kannst du das ja erfinden und damit eine vegetarische
Tiernarungsindustrie gründen.
Tochter: Das
geht gar nicht. Das ist Unsinn!
Sachs: Ich
glaube nicht, daß das Unsinn ist, sondern die letzte Konsequenz
deines eigenen Denkens. Wenn du die Linie weiter ziehst, wirst du
sehen wohin du kommst. Und das ist genau das, was ich habe gegen
viele Vegetarier. Die sind gefühlsmäXig tätig, doch
nicht logisch. Ihr Anfangspunkt ist gut, doch schon bald danach
verfahren sie sich in unlogische Standpunkte und Benehmungen,
weswegen sie nicht mehr seriös genommen werden. Deshalb bin ich
auch kein Vegetarier, sondern Vegaloge!
Tochter: Was
ist denn das schon wieder!
Sachs: Vegalogie ist eine ziemlich
neue Lebensart, die ihre Basis findet im verantwortungsvollen Umgang
mit der Natur.
Tochter: Du
meinst wohl Veganisten?
Sachs: Nein, Vegaloge! Das erste
Gesetz der Vegalogie lautet: “Jedes Tier hat das Recht… gegessen
zu werden.””
Damit war das Gespräch auf ein Mal
beendet, der Begriff ‘Vegalogie’ zum ersten Mal benutzt, und das
erste Gesetz der Vegalogie formuliert. Einige Jahre später erst
sollte das zweite Gesetz formuliert werden, nach einige
Fernsehsendungen über die Tierwelt. In diese Sendungen wurde
phantasiert über das wieder zum Leben wecken von ausgestorbenen
Tieren, schlicht und einfach nur um von den Menschen studiert und
angeschaut zu werden. Berührt von den kühlen Formulierungen
der Wissenschaftler, die die Schöpfung bloß sahen als ein
Produkt, formulierte Sachs das zweite Gesetz der Vegalogie: “Jedes
Tier hat das Recht… aus zu sterben.”
Seit das erste Mal, daß Sachs
das Wort ‘Vegalogie’ benutzte, hat er um dieses Wort herum eine
ganse Philosophie zu entwickeln versucht, wobei er versucht hat all
sein Wissen und Erfahrung zu verbinden, dabei nicht behindert von
einigerlei Angst für Eklektiker ausgeschimpft zu werden. Im
Gegenteil; er nannte die Vegalogie zu bestimmter Zeit ‘die
Philosophie des pragmatischen Eklektizismus’. Ziel der Vegalogie
ist, in jedem Moment und für jede Situation bestimmen zu können
ob etwas wohl oder nicht ‘vegalogisch verantwortet’ist.
Die
basis des vegalogischen Denkens
Am Anfang war gar nichts, (nicht ein
mal Quintus N. Sachs…) und das war ziemlich still. Vor dem Anfang
gab es nur… Gott. Natürlich völlig unbeweisbar, aber gut
– das ist eines der Vorunterstellungen von denen man in der
Vegalogie, wie bei allen großen und wichtigen Denkströmungen,
ausgeht. (Sehen Sie hier ein typisches Vorbild von pragmatischen
Eklektizismus. Na ja, man muß doch etwas machen, oder? War René
Descartes vielleicht originell mit seinem weltberühmten
philosophischen Spruch “Ich denke, also bin ich”?
Menschenskinder, ein großer Schritt für die Menschheit.
Und dieser Spruch ist das Resultat von vielen Wochen im Bett liegen
um nach zu denken! Finden Sie es fremd, daß so viele
Philosophen den Hungertod gestorben sind?)
Nach der Torah, oder das alte
Testament, sprach Gott, und durch sein Sprechen schuf Er. Um nur ein
Vorbild zu geben: Er sagte; “Licht,” und es gab Licht. Und so
schuf Er alles was Er schuf; immer sprechende, und also Klang
machend. Klang ist Vibration, und durch die Vibration von Gottes
Stimme entstand alles. Ist die Vibration die gleiche wie beim Big
Bang? Dieser Urknall, das war doch auch ‘ne
Vibration? War das vielleicht Gottes Stimme?
Die
Torah steht voll mit Texten über Klang. David spielte Harfe und
komponierte Psalme, Salomon schrieb ein Hochlied, bei mehreren
Gelegenheiten setzten Leute ein Lied ein, ob es nun im Feuerofen ist
oder bei der überwinnung nach einer Schlacht. Und wie fallen die
Mauern von Jericho? Durch eine enorme Dosis Klangwellen. Mit
Klangwellen kann man erschaffen, doch auch abreißen.
Auch
nach dem Johannesevangelium entsteht alles durch Gottes Wort. “Am
Anfang war das Wort, und das Wort war mit Gott, und das Wort war
Gott.” (Vielleicht sagte Er; “Bumm!”)
Zu
einer gewissen Zeit erschuf Gott den Menschen. Der Mensch ist ein
Teil der Schöpfung, und deswegen gut. Jeder mensch ist eine
geschaffene Seele, inkarniert in einem geschaffenen Körper. Da
sagte Gott es sei nicht gut, daß der Mensch alleine sei. Also
erschuf Er, aus diesem ersten Menschen, die Frau. Die Frau ist also
ein Teil des Mannes. Benachteiligt der Mann sie, so benachteiligt er
sich selbst gleichfalls. Und andersrum
ebenso. Doch gut – das nur mal so zwischendurch. Die
Frage hier ist, warum es nicht gut sein soll, daß der Mensch
alleine bleibt. Die Vegalogie antwortet darauf, daß der Mensch
erst zum Menschen wird, indem er sich mit-teilt. Der Mensch hat von
Natur einen unwiderstehlichen Andrang sich aus zu drücken.
Dieser Selbstausdruck hat nur eine Konstante; einen Eindruck machen
auf ‘den Anderen’. Dieser Eindruck weckt wieder eine Antwort auf,
wodurch dieser Beeindruckter nun zum Ausdruckenden wird, und
demzufolge einen Eindruck macht. Durch dieses ausdrückende
eindruckmachen wirdt die Schöpfung zum Schöpfer, Kreation
wird Kreator, und also wird der Mensch zum Bild und Gleichnis Gottes,
der erste Schöpfer, die ursachlose Ursache.
Sachs
hat öfters robinson Crusoe genannt als Vorbild dieser Hypothese.
Nach Sachs wäre Crusoe kein Mensch, hätte er sich nicht
ausgedrückt. Aus dem Buch Daniel Defoes spricht der
unwiderstehliche Andrang in Crusoe sich aus zu drücken. Enige
der Dinge die er macht nachdem er angeschwemmt worden ist sind; ein
Haus bauen, Form geben und einrichten (Kreation) und ein Tagebuch
schreiben (Kommunikation). Wenn er einen Hund vom Schiffswrack holt,
redet er mit dem Hund. Über diese Kommunikation teilt er sich
mit, und bleibt er Mensch.
Gott stellt den Menschan an zum
Rentmeister der Schöpfung. Die Funktion eines Rentmeister im
alten Israel is ziemlich wichtig. Als Rentmeister hat man die Sorge
für (einen Teil) des Besitzes des Herren. Man sorgt für die
Instandhaltung von dem daß dir anvertraut worden ist, und man
arbeitet an Verbesserung und Vermehrung dieses Teils. (Denken Sie
hierbei auch an die Parabel der Talenten.) Wenn der heutige Mensch
sich die Welt anschaut, wird er nicht sagen können, die Welt sei
besser dran, als bei der Geburt des Menschen. Dies liegt, kurz
gesagt, an schlechter Rentmeisterschaft. Auch hier gilt wieder; der
Mensch ist ein Teil der Schöpfung. Tut der Mensch die Schöpfung
zu kurz, so tut er sich selbst auch zu kurz. Und wenn der Mensch sich
selbst zu kurz tut, so tut er auch sich selbst zu kurz. Geht es der
Schöpfung gut, so geht es auch dem Menschen gut, und geht es dem
Menschen gut, so geht es auch der Schöpfung gut. Alles in allem
möge klar sein, daß die Vegalogie in ihrer Ursprung
entspringt am jüdischen und christlichen Denken.
Die Gesellschaft in der wir alle
leben, besteht aus menschen, also ist jeder Mensch mitverantwortlich
für die Misstände in der Schöpfung. Deshalb muß
sich auch jeder Mensch konstant fragen; “Ist dies vegalogisch
verantwortet?” Darin liegt der Basis der Vegalogie; Reflektion auf
die Rentmeisterschaft des Menschen.
Was
ist vegalogisch verantwortet?
De Fakto jenes Handeln des Menschen,
durch das die Schöpfung aufblüht. Dies ist jedoch lange
nicht immer einfach zu beurteilen. Ein und dieselbe Handlung kann
sowohl vegalogisch vollkommen verantwortet sein in der einen
Situation, als vollkommen unverantwortet in einer anderen Situation.
Es ist dann auch nicht so, daß das Handeln selbst einen
intrinsiken vegalogischen Wert hat. Jedes Handeln hat eine oder
mehreren Folgen. Die folgen bestimmen den Wert des Handelns. In
anderen worten, nach der Vegalogie geht es nicht um ‘gute Dinge
tun’, sondern um ‘bewirken, daß gute Dinge geschehen’.
Vegalogen
benützen oft die fünf sogenannten Aufklärungsfragen.
Diese fünf sind wie folgt:
-
Erste
Frage: Was will ich erreichen?
-
Zweite
Frage: Was brauch ich dazu?
-
Dritte
Frage: Was habe ich?
-
Vierte
Frage: Was hole ich von außerhalb?
-
Fünfte
Frage: Wo hole ich das?
Diese Fragen verlangen einige
Erklärung. In der ersten Frage wird erst mal still gestanden.
Ein Ziel wird gesucht, gefunden, und gesetzt. Dieses Ziel muß
klar und deutlich umschrieben werden, auf eine derartige Weise, daß
die Überprüfbarkeit des Erreichens des gesetzten Zieles so
groß wie möglich ist.
Die
zweite Frage betrachtet die Realisierbarkeit der Zielstellung. Hierin
wird gefragt nach Wissen, Können, Kontakte, Zeit und Raum, kurz
gesage alles was man braucht um die Zielstellung zu holen.
In
der dritten Frage wird die Anfangssituation klar umschrieben. Welches
der bei der zweiten Fragen formulierte Ingredienzen – ob geistlich
oder tastbar – besitze ich schon? Diese Frage macht einsichtlich,
welches der in Frage zwei umschriebenen ‘Sachen’ noch gehold
werden müssen. Diese Sachen werden dann notiert als Antwort auf
der vierten Frage.
De fünfte Frage gibt Ausschluß
über die Fundstellen und Findbarheit der Sachen unter Frage
vier. Wenn auch diese Frage völlig beantwortet worden ist, ist
die erste Phase abgeschlossen, und der Vegaloge kann weiter gehen auf
dem Trajekt zur Erreichung des gesetzten Zieles. Durch diese
sorgfaltige Überlegungen und Vorbereitung werden viele mögliche
Fallen im Vorneherein entdeckt werden können. Regelmäßige
Reflektion (wenn nicht konstante Reflektion) bleibt ein Erfordernis.
Freiheit
der Wahl
Vegalogisch
verantwortes Handeln ist eine Wahl. Jedes Mal wieder muß der
Mensch diese Wahl treffen, und sich der Folgen seiner Wahlen bewußt
werden. Jeden Tag wieder wählt der Mensch unzählbare Male,
trifft vegalogisch verantwortete Entscheidungen, doch auch
vegalogisch unverantwortete. Die Wahl vegalogisch sich zu entscheiden
aber hat der Mensch immer. Doch… diese Entscheidung kann er erst
machen, wenn er die Konsekwenzen dieser Entscheidung kennt. Um eine
so gut mögliche Wahl zu treffen, muß der Mensch andauernd
wachsen in Wissen, Können und Erfahrung, um immer bessere
Entscheidungen machen zu können. Nur so wird der Mensch immer
mehr zum Bild Gottes. Nennen wir es; den Spiegel polieren, dein Leben
lang. Wenn man gut poliert, sieht man immer besser, wessen Bild die
Spiegel reflektiert; Gottes Bild. Nach der Vegalogie ist das ganse
Menschenleben ein Lernprozess, das erst nach dem Tode abgeschlossen
wird. Dort folgt die Diplomfeier… oder nicht. Der Mensch der ein
Diplom will, wird also dafür arbeiten müssen. Doch es ist
für jeden erreichbar.
Nach
der Lehre der Vegalogie ist das Leben ein Lernprozess. In diesem
Lernprozess geht es darum, die Seele und den Körper dermaßen
in Harmonie zu bringen, daß der Mensch wie eine Lanterne wird,
die das Seelenlicht scheinen läßt, und die Welt erleuchtet
und beleuchtet. In diesem Lernprozess wird es dem menschen mehr und
mehr deutlich, daß er Rentmeister der Schöpfung ist. Er
lernt schärfer wahr zu nehmen mit seinen Sinnen, und ist dadurch
in der Lage schneller und adequater zu reagieren. Er wird sich seiner
Verantwortlichkeit für die Schöpfung und seines Platzes in
der Gesellschaft bewußt. Demzufolge wird er sein Benehmen
ändern; die Schöpfung bloß noch ge-brauchen, und
nicht mehr ver- und miß-brauchen.
Es
gibt Schulen die sagen, daß der Mensch so zu einem anderen
Menschen wird, oder einem neuen Menschen. In manchen Schulen bekommen
Menschen sogar einen neuen Namen aufgelegt, oder sie wählen
einen neuen namen. In der Vegalogie braucht man das nicht. Die
Vegalogie weist diese Bräuche nicht ab, doch bejubelt sie auch
nicht. Auch hier gilt wieder, daß er zur Person passen muß.
Es ist eine persönliche Wahl. Wenn die betroffene Person so eine
Namensänderung erfährt als einen Zusatz oder einen Segen,
dann ist es gut. Es geht nicht um die Mittel, sondern om den Prozess.
Der Prozess ist groß die Heilwerdung der Schöpfung.
Im
niedersächsischen Sprachraum gibt es eine Redensart; Viele
Kaninchenköttel sind auch ‘ne Menge Mist. Das heißt
soviel wie, daß ein einziges Kaninchen niecht viel Mist
produzieren kann, das aber alle Kaninchen zusammen eine ganze Menge
Mist machen können. (Mist wird hier gemeint als
Pflanzennahrung.) So geht das auch mit der Heilwerdung der Schöpfung.
Jede Kreatur kann einen Tropfen auf der glühenden Platte vallen
lassen. Doch einen Tropfen alleine kühlt die Platte nicht ab.
Wenn alle Kreaturen einen Tropfen vallen lassen, kühlt die
Platte letztendlich schon ab. Sind Sie eines dieser Kreaturen? Sind
Sie schon auf dem Wegen um zu werden wer Sie sein können? Ist es
Ihnen anzusehen, wessen Bild in Ihnen geprägt ist?
zurück
Die
Methode der drei Lehrkräfte
Im
Unterricht wird von Vegalogen oft diese Methode benutzt, meist
abgekürzt zu M3L. Die Methode richtet sich auf das so schnell,
positiv und gut wie möglich Ausbreiten des Wissens auf die kurzt
mögliche Weise. Durch diese Methode lernen Menschen:
-
ihre
eigene starke Punkte kennen, erkennen und anerkennen;
-
ihre
eigene schwache Punkte kennen, erkennen und anerkennen;
-
ihre
eigene schwache Punkte zu verstärken durch das Stellen von
Fragen;
-
starke
Punkte in Mitmenschen kennen, erkennen und anerkennen;
-
Erbarmen
haben mit den Mitmenschen mit ihren schwachen Punkten.
Wer
weiter kommen möchte, wird lernen müssen. Lernen besteht
aus vier Dinge; Observieren, Fragen Stellen, Antworte Verarbeiten,
Wachsen. Dies ist ein zyklisches Geschehen – nach der
Wachstumsphase kann wieder eine folgende Phase des Observierens
kommen. Mehrere Zyklen können auch durcheinander laufen.
Die
Gruppe in der ein Mensch sich befindet, weiß auf jedem
Fachgebiet enorm viel. Durch das Stellen der nötigen Fragen an
den Gruppenmitglieder gibt man ihnen die Chance um sehen zu lassen,
daß sie in etwas gut sind, und man gibt sichselbst die Chance
zu sehen, daß seine Gruppenmitglieder in etwas gut sind. Das
führt zurück auf die fünf Erklärungsfragen.
Erst
geht man entlang eine Reihe Fragen. Diese Fragen überdenkt man.
Durch diese Fragen wird man sich sein Ziel, sein eigenes Potential
und seine externe Erfordernisse bewußt. Erste Frage: Was will
ich erreichen? Zweite Frage: Was brauch ich um mein Ziel zu
erreichen? Dritte Frasge: Was habe ich selbst an Fähigkeiten,
Materialien und Wissen? Vierte Frage: Was brauche ich noch an
Fähigkeiten, Materialien und Wissen? Fünfte Frage: Wo finde
ich die fehlende Fähigkeiten, Materialien und Wissen?
Zu
erst fragt man seine erste Lehrkraft. Die heißt “Ich”.
Keiner kent dich und deine Schwachstellen besser als dein eigenes
“Ich”. Deine erste Lehrkraft ist 24 Stunden pro Tag bei dir, kann
dich den ganzen Tag beobachten, und kontrolliert alles was du machst.
Dies ist die Lehrkraft, der du immer fragen kannst; was weiß
ich, was soll ich, was kann ich, was mache ich, was werde ich...
Wenn
die erste Lehrkraft sich festläuft, geht man zur zweiten
Lehrkraft. Die zweite Lehrkraft, das ist im Prinzip jede Person in
deiner Gruppe. Einem Mitschüler, einem Familienmitglied, einem
Freund, auf jedem Fall jemandem, mit dem du in einer Gruppe bist.
Eines der Kennzeichen dieser Gruppe ist das Niveau auf dem
funktioniert wird. Jedes Mitglied dieser Gruppe funktioniert ungefähr
auf gleichem Niveau. Im Falle der Klasse hat (fast) jeder ungefähr
dieselbe Aufgabe, denselben Klassenhintergrund, dasselbe Lern- und
Denkniveau, dieselbe Sprache. Ob die Gruppe die Familie, die Klasse,
das Sportteam, der Freundekreis, oder was auch immer ist, das macht
keinen Unterschied. Es geht darum, daß du in dieser Gruppe an
etwas arbeitest. Einige deiner Gruppenmitglieder werden langsamer
sein als du, einige werden schneller sein als du. Einige deiner
Gruppenmitglieder werden mehr wissen oder können wie du, einige
mehr. Suche ein Gruppenmitglied das weiter ist als du. Frag dieses
Mitglied wie du weiter kommen kannst. Deine Gruppenmitglieder können
dir gut helfen. Doch auch du hast dein Wissen, deine Fähigkeiten,
deine Qualitäten. Mit diesen kannst dú dann wieder
fungieren als Lehrkraft für andere innerhalb deiner Gruppe.
Wenn
alle zweite Lehrkräfte in deiner Gruppe dich nicht weiter helfen
können, ist es an der Zeit sich auf der Suche zu machen nach
eine dritte Lehrkraft. Diese Lehrkraft muß man so viel wie
möglich vermeiden. Zum ersten spricht diese Lehrkraft eine
andere Sprache als du, sie hat meist ein höheres Alter als du,
gehört nicht zu deiner Gruppe, spricht eine andere
Gruppensprache, und so gibt es noch mehr Gründe, weshalb diese
Lehrkraft dich weniger gut helfen kann als die Gruppe der zweiten
Lehrkräfte.
Die
dritte Lehrkräfte ähneln Polizisten. (Nichts für
Ungut... Meist haben sie viel Kommentar, denken sie dürfen und
wissen alles, und sind dir im Wege. Doch... ab und zu, wenn du sie
wirklich brauchst, bemerkst du, daß sie dir gut helfen können.
In dem einzigen Fall, daß die erste und zweite Lehrkraft dich
nicht weiter helfen können, kannst du eine dritte Lehrkraft zu
hilfe rufen.) Wenn du dich verfahren hast, und keiner kann dir
helfen, dann kannst du einen Polizisten um Hilfe fragen. Der weist
dir den Weg, und dann kannst du es wieder selber. Zurück also
zur ersten Lehrkraft.
Anderer
Vergleich; die dritte Lehrkraft ist wie eine Schwimmveste. Meistens
ist so eine Veste dir sehr im Wege. Doch... in dem einzigen Fall dáß
du überbord fällst und zu ertrinken drohst, wirst du
bemerken, daß so 'ne Veste schon verflucht nützlich ist.
Diese Weste hält deinen Kopf aus dem Wasser und hält dich
treibend, bis du es selber kannst.
Im
Lernprozess ist eine Frage niemals dumm, und niemals falsch. Eine
Frage ist ein Signal jemandes ersten Lehrkraftes. Diese erste
Lehrkraft signalisiert auf diese Weise, nicht mehr weiter kommen zu
können, und Hilfe zu brauchen. Diese Lehrkraft signalisiert so
auch, daß sie/er erwartet daß derjenige, dem sie/er diese
Frage stellt, weiter ist und/oder fähiger ist als der erste
Lehrkraft. Somit ist es für einen Schüler immer ein
Kompliment, wenn sie/er angesprochen wird als zweite Lehrkraft.
Jemand aus ihrer/seiner Klasse gibt durch diese Frage zur Kenntnis,
daß dieser Jemand meint, die angesprochene zweite Lehrkraft sei
in irgendetwas besser oder weiter als der Frager.
Die
Inhalt ist nie mehr als die Form die sie beinhaltet
Lernen
wird einfacher, je nachdem es mehr reizt. Lernen wird reizender, je
nachdem der Lehrstoff besser zu beinhalten ist. Lernen wird besser zu
beinhalten, j nachdem die Sprache des Lehrstoffs näher zu der
Sprache des Lernenden liegt. Der Niederländische
Naturwissenschaftler J. Bastmeijer sagt einmal; “Est gibt kein
Lehrstoff der ein normales Kind in der Grundschule nicht fassen kann.
Wo man hört, der Lehrstoff sei zu schwierig für ein
zehnjähriges Kind, ist es gewöhnlich so, daß die
Lehrkraft nicht im Stande ist, dieses Kind den Lehrstoff zu
erklären.” Erst wenn die Lehrkraft den Lehrstoff wirklich
be-herrst, das heißt Herr und Meister ist, ist sie im Stande
den Lehrstoff in so kleine, bißgerechte und doch schmackhafte
Bröcke zu portionieren, daß das Kind mit Spaß und
Appetit zubeißt. Wenn ein Brocken Lehrstoff zu groß ist,
und zu kompakt, paßt es nie in den Schüler hinein. Ein
Eisberg paßt nun mal nicht in eine Eimer von 10 Liter hinein.
Nicht in dieser Form, und nicht in dieser Menge. Verpulvert man den
Eisberg, und macht Schneebälle daraus,dann bekommt man kleine
Stückchen, die zudem erkennbar sind und Spaß machen. Dann
ist es auf einmal nicht mehr so schwierig, ein Stück des
Eisberges in den Eimer zu bekommen, und kann der Lehrstoff auch in
größere Brocken angeboten werden.
Denselben
Eisberg kann man auch schmelzen. Man bekommt dann eine Menge Wasser,
die man – buchstäblich – in jede denkbare Form gießen
kann. Lehrstoff ist wie Wasser. Nur... die Lehr-Kraft
muß den Lehr-Stoff
be-Herr-schen. So
kann sie den Lehrstoff ihren Willen auflegen. Das fragt aber ziemlich
viel von der Lehrkraft. Sie muß nicht nur jede Form von neuem
kennen lernen, doch sie muß auch noch für jede Form den
korrekten Inhalt zu finden wissen im korrekten Maße.
Dummheit
ist eine Wahl
So
kommt man in der Vegalogie zur Schlußfolgerung, daß es
keine dumme Menschen gibt, bloß Menschen die sich dumm
verhalten. Das Wort 'dumm' verweist innerhalb der Vegalogie dann auch
immer und nur zum Verhalten daß Menschen sehen lassen, doch nie
zur Person. Man spriche also nicht von 'dummen Menschen', doch lieber
von 'Menschen die sich dumm verhalten'. Man sagt also auch nicht 'sei
nicht so dumm!' sondern 'tu nicht so dumm!'
Der
Vegaloge und Metallpädagoge Erwin Klement benutzt in seiner
pädagogischen Praxis zu Verhaltensbewußtwerden und
-Korrektur oft den Ausdruck 'Dummheit ist angelehrt'. Wenn etwas
angelehr ist, kann man drei Dinge machen: 1. Man kann das Angelehrte
so lassen. 2. Man kann das Angelehrte sich ablernen. 3. Mann kann das
Angelehrte ersetzen indem man etwas besseres sich anlernt. Deshalb
wird ein Vegaloge meistens die dritte Wahl treffen, und versuchen,
dummes Verhalten zu ersetzen durch neues Verhalten, daß besser
paßt zur gewissen Situation, oder, um es mal so zu sagen, 'mehr
vegalogisch verantwortet' ist.
Nehmen
wir mal an, ein Mensch weiß, daß er die Straße nur
überquären darf bei einer ..., wenn die Ampel grünes
Licht gibt. Doch... er ist in Eile, und überquert die Straße
diagonal, natürlich nicht bei einer ..., und ohne zu gucken.
Ach, es kommt doch nie soviel Verkehr über diese Straße?
Das Volgende daß er weiß, ist, daß er in die Augen
einer Krankenschwester schaut. Dieser Mensch hat sich in
vegalogischer Hinsicht dumm verhalten. Es ist also kein dummer
Mensch, sondern ein Mensch der sich dumm verhalten hat. Dieser Mensch
kann sowohl eine Schule für Lernbehinderte besuchen, als an
einer Universität arbeiten als Professor. Bei 'dumm' dreht es
sich nicht um Kenntnis und Fähigkeiten, sondern um das Anwenden
davon. Dumm ist dann auch immer jenes Verhalten, daß Probleme
verursacht, die vermieden werden hatten können durch die
Anwendung der Kenntnis und Fähigkeiten die man in diesem
Augenblick besitzt. Dies wird der Mensch aber erst machen, wenn er
reflektiert und die Konsekwenzen davon anwendet.
Weil
der Mensch eine denkende Kreatur ist, kann er reflektieren. Das ist,
sich selbst und sein eigenes Benehmen sich anschauen, beurteilen und
wenn nötig nachstellen. Auf dieser Weise ist der Mensch in der
Lage sich selbst zu verbessern, und mehr und mehr (um mal wieder eine
Metapher zu benutzen) seinen Körper transparant zu machen, sodaß
die durch Gott geschaffene Seele mehr une mehr zu sehen ist. So wird
der Mensch mehr und mehr zu einer Lanterne, die mehr und mehr Licht
scheinen läßt und die Welt mehr und mehr klar und voller
Farbe sein läßt.
Der
Schöpfer hatte eine Idee. Die ist durch das Wort materialisiert.
Deshalb ist in der vegalogischen Tradition das Spüren von
visuelle, auditive und physische Prickeln wichtig. Diese Prickel
können sowohl verwunden als heilen. Die Vegalogie hat deshalb
große Aufmerksamkeit für diese Prickel, und sucht nach
Wege um diese einsetzen zu können als Weg zur Heilwerdung.
Hieraus hervorgehend umarmt die Vegalogie viele Therapien die entlang
dem Wege von Klang, Farbe und Form versuchen Menschen heil zu machen;
transparant und durchscheinend. Viele Wege leiten nach Rom, und viele
Therapien leiten zur Heilwerdung. Doch den Weg, den ich nehmen muß,
wird bestimmt von meiner Abfahrtsstelle, und durch den Weg den ich
gehen möchte. Fahre ich ab von Köln? Möchte ich auf
direktem Wege nach Rom? Oder möchte ich über Santiago de
Compostela? Oder fahre ich ab von Bari? Meine Abfahrtsstelle bestimmt
den Weg.
So
geht das auch mit meinem Weg zur Heilwerdung. Ich weiß wohin
ich gehen wil; zu meiner Heilwerdung. Ich muß erst wissen wo
ich bin, bevor ich fragen kann welchen Weg ich gehen muß. Es
gibt viele Wege, und für den einen ist der Weg des Betreibens
von Aikido tauglich, für den zweiten läuft der Weg über
einer gregorianischen Schola, ein dritter Mensch muß den weg
des Bildhauers gehen, während ein vierter Mensch erst seine
Befreihung findet durch sich mit der Kalligraphie zu beschäftigen.
Viele
Kulturen haben Wege geschaffen zur Heilwerdung. Besonders hier, im
reichen Westen, steht eine bunte Palette von Wegen für uns zur
Auswahl. Vegalogisch betrachtet ist es dann auch besser nicht zu
reden von Therapien, sondern von Wegen. 'Musiktherapie' bedeutet,
schwarzweiß gesehen, daß jemand nicht gut ist. Andere
wählen, eine Entscheidung treffend für diesen Menschen, um
ihm über Musik besser zu machen. Aber: 'Den Weg des Musiks
gehen' bedeutet, daß jemand selbst nicht zufrieden ist mit
seinem heutigen Zustand, und (bewußt oder unbewußt,
jedoch selbst) einen Weg sucht nach Verbesserung. Dadurch wirkt ein
Weg oft besser als eine Therapie. Die Therapie ist von außen
aufgelegt worden, doch die Wahl, also die Entscheidung fùr
einen Weg beruht, ob nun logisch oder intuitiv, auf intrinsike
Motivation.
zurück
Das
Königskind
Zur
Illustration eine kleine Geschichte. Es war ein mal ein König.
Der König liebte Schönheit. Deshalb erschuf er eine Welt,
die prall der Schönheit war. Schönheit in Geruch, in Farbe,
in Form, in Bewegung, in Zeitdauer, in Klang, in Volume... Die ganze
Schöpfung war Schönheit. Der König wollte gerne die
Schönheit seiner Schöpfung genießen, und wollte
spazieren gehen in seiner Schöpfung. Doch der König war zu
groß. Außerdem fand er es unpassend, um in all seiner
königlichen Würdigheit spazieren zu gehen in seiner
Schöpfung. Die Schönheit seiner Schöpfung würde
verblassen beim Sehen der Würdigheit des Königs. Deshalb
entschloß sich der König ein Kind zu erschaffen. Ein Kind
das paßte in dieser Schöpfung. Der König würde
sein Bild in dieses Kind prägen. Wo das Kind auch sein würde,
der König wäre da auch. So konnte der könig doch nochg
genießen von seiner Schöpfung.
Da
erschuf der König ein Kind. Das Kind war von einer
unbeschreiblichen Schönheit, vollkommenes sBild des Königs,
und strahlte ein sehr intenses Licht aus, Zeichen seiner Koniglichen
Abstammung. Das Kind lief durch die Welt, und wunderte sich über
die Schönheit. Das Kind war froh, und genoß jeden Tag.
Eines
Tages fiel ein Stein irgendwo her, und spritzte Dreck auf. Einige
Kleckse trafen das Königskind. Das Königskind war sich
nicht der Kleckse bewußt. Die Kleckse saugten sich fest an die
Kleidung des Königskindes, und trockneten. Einige Tage später
geschah das gleiche. Ein Stein fiel irgendwo her, und spritzte Dreck
auf. Einige Kleckse trafen das Königskind. Das Königskind
war sich nicht der Kleckse bewußt. Die Kleckse saugten sich
fest an die Kleidung des Königskindes, und trockneten. Einige
Tage später geschah schon wieder das gleiche. Ein Stein fiel
irgendwo her, und spritzte Dreck auf. Einige Kleckse trafen das
Königskind. Das Königskind war sich nicht der Kleckse
bewußt. Die Kleckse saugten sich fest an die Kleidung des
Königskindes, und trockneten.
Das
Kind wuchs auf. Allmählich schien die Welt weniger schön
geworden zu sein. Das Kind hatte dies nicht bemerkt. Jedoch es
wunderte sich immer weniger, und die Schönheit die es sah,
schien weniger schön als zuvor. Die Kleckse hatten das Kind nun
fast ganz bedeckt, und keiner konnte in dieses Kind noch das intense
Licht sehen. Obwohl das Kind größer und stärker
geworden war, schaffte es viel weniger. Die Kleckse waren eine Last
geworden, nur erkannte das Kind dies nicht, weil es so nach und nach
geschehen war. Das Kind zweifelte denn auch an sein eigenes Können,
wurde reizbar, verlier schnell die Hoffnung, und zog sich zurück
in seinen Harnisch von getrockneten Klecksen. Die Kleckse auf seine
Augenglieder sorgten dafür, daß das Kind weniger und
weniger sehen konnten. Schon bald wollte das Kind auch nichts mehr
sehen. Es kostete ihm immerhin viel zu viel mühe. Das letzte das
das Kind noch bemerkte von der Welt war Klang. Es klang etwas, daß
weit, weit weg Erinnerungen aufrief an längst verflogenen
Zeiten, als dat Kind noch klein war. Doch... weil Erinnerungen immer
von der Zeit deformierte Bilder sind einer Wirklichkeit die nicht
mehr reell ist, verwurf das Kind diese Gedanken an früher. Viel
Schönheit hatte dieser Klang ohnehin schon nicht gehabt. Der
Gehörgang des Kindes war ja voller getrocknete Kleckse die das
hören der Schönheit eines Klanges verhinderten. Als ein
letzter Stein fiel und Dreck aufspritzte, landeten die Kleckse auf
den beiden Ohren des Kindes. Das Kind war jetzt völlig von der
Schönheit abgeschlossen, wie eingesperrt in einem Kokon aus
Kleckse. Nicht mehr in der Lage auch nur der geringste Glimpf der
Schönheit auf zu fangen, zog das Kind sich in sich selbst
zurück, und fiel in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
Und
da... fiel ein Stein. Ein Stein mit einer perfekten Form. Dieser
Stein fiel ganz einfach von irgendwo her. Und dieser Stein fiel nicht
in den Dreck, sondern auf harten Boden. Der Stein brach und zerfiel
in zwei Teile, das eine Teil ein wenig größer als das
andere. Wegen des harten Schlages blieben beide Teile schwingen.
Wegen der perfekten Form blieben beide Teile schwingen, ohne daß
ihr Klang leiser wurde. Der größere Teil summte dabei ein
lupenreines C”, das kleinere Teil summte ein – genau so
lupenreines – G”. Wegen ihrer perfekten Verhältnisse formten
beide schwingende Teile eine reine Quinte, sonor und würdig.
Über der Quinte erklang eine lange Reihe Obertöne, sodaß
eine magistrale, fast gotische Klangkathedrale emporragte über
beide schwingende Steinteile. Die oberen Töne schwingten só
hoch, daß sie nicht mehr gehört wurden, jedoch gleich gut
die Luft in Schwingung brachten, immer feiner, wodurch über der
Kathedrale ein farbiger Bogen erschien mit farben, die keine Blüte
und kein Schmetterling jemals hatte tragen dürfen. Die
Klangkathedrale breitete sich nach allen Seiten aus. Die Wellen
formten eine durchdringende Materie, die nichts unberührt ließ.
So
trafen eine Anzahl Schwingungen die See, die zu rauschen began.
Andere Schwingungen trafen die Berge, die zu grollen begannen. Wieder
andere Schwingungen trafen den Klecksekokon. Die Schwingungen
schienen nicht behindert von dem Kokon. Sie umschlossen den Kokon,
drangen durch bis in den Innenraum von jedem Klecks, und brachten das
Ganze in Schwingung. Erst schwingte der Kokon nur ein wenig, doch ab
und zu wurde die Schwingung só stark, daß das Kind
innerhalb allmählich wach wurde. Das Kind fühlte wie seine
Bleibe schüttete und schwingte. Und dan... hörte es zum
ersten Mal wieder einen Klang. Krraaakkk... eine Anzahl feine
Haarrisse formte sich zwischen den Klecksen. Haarfeine Strählchen
Licht in nie gesehenen Farben fielen hinein, und mit den Farben der
Klang der sich ausbreitende Klangkathedrale.
Das
Kind wurde wacher und wacher, und erinnerte sich. Den Anfang... Die
Schönheit... Es wurde ijm klar, daß es selbst nicht anders
geworden war, sondern daß om ihm herum ein schwerer Mantel
entstanden war, der nun zerriß. Das Kind sah wieder kleine
Stückchen Schönheit der Shöpfung, und es erkannte, daß
es an der Zeit war, daß die Schöpfung die Schönheid
des Kindes sehen würde. Das Kind ließ den Schwingungen
ihre Arbeit machen. Während es um sich herum schaute, sah es,
daß hier und da ein Stückchen vom Kokon sich löste.
Es kostete etwas Mühe, aber das Kind bekam so eine ziemliche
Menge Stückchen von dem Kokon. Immer mehr Licht fiel
herein,immer besser hörte das Kind die Klänge, immer besser
wurden die Sinne eingestellt auf die Reichtümer in Farb und
Klang. Immer stärker fühlte das Kind sich werden, und da...
erkannte das Kind, daß es schon immer stark gewesen war. Es
brauchte nur stehen zu gehen, um frei zu sein. Dann würden die
Reste des Kokons mühelos reißen und vom Kinde abfallen.
Das Kind wäre frei, wíeder frei. Und dennoch anders als
erst. Das Kind war erwachsen, und sich seines königlichen Blutes
und die Verantwortund die dies mit sich mitbringt bewußt. Es
würde seine Pflichte der Schöpfung gegenüber erfüllen
müssen. Und dann... stand das Kind auf.
Kenntnis
ist Macht, aber...
...
Selbstkenntnis ist Befreiung! Neun Monate bevor wir geboren werden,
fängt unser Leben an. 'Unsere' Samenzelle und 'unsere' Eizelle
schmelzen zusammen, und unser Leben hat damit begonnen! Wir haben nun
neun Monate die Zeit um unsere Muteer kennen zu lernen. Es ist die
Studienzeit die wir bekommen, om uns zu gewöhnen an dem Körper,
daß unsere Mutter fùr uns macht, und womit wir unsere
Reise durch´s Leben auf Erde machen dürfen.
Während
der ersten Periode nach der Geburt ist alles neu, und, wie Sie
vielleicht oft bemerkt haben bei Neugeborenen, alles scheint
interessant, und nichts scheint gefährlich. Und dann? Dnn wird
das Kind angepaßt an der Gesellschaft. Es bekommt Kommentar,
wird mal unfreundlich begegnet, wird beleidigd, und mehr und mehr
kommen Kleckse auf dem Kind. Diese Kleckse formen einen Eindruck der
Welt; die Welt ist nicht nur schön und interessant – es gibt
auch sehr vieles was nicht taugt. Stärker noch; das was nicht
taugt, könnte in mir sein! Und so entwickelt das Kind ein
negatives Selbstbild, Angst zu mißlingen, Defaitismus, eine
passive Haltung, und andere faule Früchte der Gesellschaft. Auf
dem Weg zur Erwachsenheit muß es dann auch noch durch die
Pubertät. Und dann schläft es oft ein. Das Kind im Menschen
ist in einen lethargischen Schlaf gefallen, von alle Schönheit
abgeschirmt von einem Kokon das 'Erwachsenheit' heißt. Und oft
bleibt das Kind dort, bis der Erwachsene stirbt. Doch nicht immer...
Wenn
nun mal, wegen welcher Umstände auch immer, ein Riß in die
Erwachsenheit kommt? Mann braucht als Erwachsene nicht mal fest zu
laufen in der Gesellschaft, nur eine leichte Unzufriedenheit langt
oft schon. Ein kleiner Glimpf Licht, ein kleines Läutchen, eine
minime Priese Geruch, es kann genau das sein, daß das Kind
allmählich aufwacht. Und dann hat der Weg zur Befreiung des
Kindes meist unumkehrbar angefangen! Der Mensch lernt sich selbst
mehr und menr kennen, ist neugierig nach den Erfahrungen des Kindes,
und füttert das Kind mit neuen Erfahrungen, neuen Prickeln. Und
so kommt bald die Zeit, in der dem Menschen klar wird, daß
'sein Kind' kein kleines Kind mehr ist, sondern ein erwachsenes
Königskind. Dann darf die Seele sich zeigen in al seiner Glorie,
und ist der Mensch wie eine Lanterne die strahlt in Farben, 'die
keine Blüte und kein Schmetterling jemals hat tragen dürfen'.
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